Rohbau

 

Nachdem der Übergang zwischen Roh- und Ausbau fliesend war und auch parallel außen und innen gearbeitet wurde, fasse ich all das unter Rohbau zusammen, was federführend von der beauftragten Zimmerei selbst geleistet oder koordiniert wurde.

Nach zwei Tagen harter Arbeit war der alte Dachstuhl abgerissen und der neue bereits komplett aufgestellt:

(Das Foto zeigt die Südseite des Hauses.)

Nach einem weiteren Tag war das Dach bereits wieder dicht:

Es konnte zwar noch von den Giebelseiten her einregen, aber um ein Vollsaugen der Rohbetondecke zu verbinden, wurde noch vor dem Abriss des alten Dachstuhls die komplette Decke mit einer Wasser abweisenden Folie verschweißt. Diese bleibt auf der Rohbetondecke und dient später als Dampfsperre.

Und so sieht die Holzständerbauweise von innen aus:

Auch die Giebelwände und der Kniestock sind aus Holz.

Hier ist der Dachstuhl bereits eingelattet:

Und hier werden schon die neuen Kamine gesetzt:

Die zwei bestehenden Kamine wurden beim Abriss bis zur Rohbetondecke abgetragen und jetzt verlängert. Zusätzlich wurde noch ein dritter Kamin für meinen Holzofen gesetzt. Alle drei Kamine wurden in zwei Teilen geliefert. Ansonsten hätte der Kran nicht ausgereicht, um die Kamine weit genug hochzuheben. (Die Spengler sind am Verblechen von Dachgauben, Loggia und Ortgänge. Später werden auch die Kamine verblecht. Die Zimmerer bringen außen schon die Putzträgerplatten an.)

Ein Blick auf die Nordseite des Hauses:

Da jeder Kamin 40 cm über den Dachfirst ragen muss, gleicht der Kamin der Ölheizung dem einer Fabrik. :-(

Hier ist das Haus schon fast komplett eingedeckt:

Innen sind die Holzständer bereits mit OSB-Platten verschlagen:

Ein Blick auf den Spitzboden:

Die Kehlbalkendecke ist schon von unten mit OSB-Platten verschlagen. Sobald die Elektriker ihre Kabel gezogen haben, wird die Decke "ausgeblasen" und von oben ebenfalls mit OSB-Platten verschlagen. Diese liegen jetzt schon lose auf der Kehlbalkendecke, damit die Handwerker besser gehen können.

Auch die Innenwände werden mit Holzständer gebaut:

... und mit Fermacellplatten verschlagen:

Im Vergleich zu herkömmlichen Rigipsplatten sind Fermacellplatten deutlich stabiler. Trotzdem werden in Bereichen mit hoher Last (zum Beispiel in der Küche, wo unter Umständen Hängeschränke montiert werden) zusätzlich OSB-Platten hinter den Fermacellplatten angebracht.

Auf dem nächsten Bild sind die Löcher zum Einblasen der Zellulose schön zu sehen:

Und so sieht die Maschine aus, die die Zellulose in die Hohlräume bläst:

Die Maschine wird so eingestellt, dass die Zellulose eine vorher errechnete Dichte erreicht. In der Regel sind mehrere Probefüllungen erforderlich, bis die Maschine optimal arbeitet. Auf diese Weise wurden in meiner Wohnung die beiden Giebelwände und das komplette Dach isoliert. Ich erreiche damit einen rechnerischen Uw-Wert der Außenwände und des Daches von 0.17.

Jetzt sind schon die Fenster gesetzt und im Erdgeschoss wird bereits mit der Wärmedämmung begonnen:

Die Fenster haben eine Dreifachverglasung und einen rechnerischen Uw-Wert von 1.1. (Der Ug-Wert beträgt 0.7, sagt aber im Vergleich zum Uw-Wert wenig aus, da das komplette Fenster (Uw) und nicht nur das Glas (Ug) entscheidend ist.)

Die Innenwände wurden von einer Seite mit Fermacellplatten beplankt. Anschließend konnten Elektriker und Installateur ihre Kabel bzw. Rohre verlegen (1). Bevor die zweite Seite ebenfalls mit Fermacellplatten verplankt wurde (3), kam Flachs in die Hohlräume (2):

Später wurden die Wände noch gespachtelt und geschliffen. Jetzt kam aber erst der Fußbodenaufbau ...

Auf die Rohbetondecke wurde eine Ausgleichsschüttung von circa 3 cm aufgebracht (4):

Da die Rohbetondecke von Ost nach West abfällt, hätten die 3 cm Ausgleichsschüttung nicht ausgereicht. Deshalb haben wir dort zusätzlich noch Styroporplatten (5) verlegt. Letztendlich war das eine Kostenfrage: Die Styroporplatten sind günstiger als weitere 3 bis 4 cm Ausgleichsschüttung.

Auf die Ausgleichsschüttung wurden 2 cm starke Holzweichfaserplatten verlegt:

Auf die Holzweichfaserplatten kam schon die Fußbodenheizung - bestehend aus einem Styroporträger, Wärmeleitblechen und Kunststoffröhren für das warme Wasser:

Die Fußbodenheizung wurde nochmals mit einer Folie abgedeckt, dann folgte schon der Fermacellestrich, bestehend aus zwei Mal 1,25 cm starken Fermacellplatten:

Der Estrich wurde also schwimmend auf die Fußbodenheizung verlegt. Lediglich die zwei Fermacellplatten sind in sich vernagelt.

Und so sieht es fertig aus:

Eine Woche später konnte ich die Wände schon streichen und den Fußboden fliesen bzw. Laminat verlegen.

Außen ist bereits die erste Putzschicht aufgetragen und die Vorsatzrollos montiert:

Die Vorsatzrollos machen zwar optisch nicht soviel her, sind energetisch aber die beste Lösung.

Der Außenputz ist fertig:

Das Haus ist bis auf den Sockel fertig gestrichen und das Gerüst nach nur 19 Wochen wieder abgebaut:

Zu tun gibt es aber trotzdem noch genug. ;-)

Zum Schluss noch eines meiner Lieblingsbilder:

 

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