VideoDiskRecorder
(Status: R.I.P.)

 

Der VideoDiskRecorder (kurz: VDR) von Klaus Schmidinger verwandelt einen PC mit TV-Karte in einen digitalen Videorecorder. Die Anforderungen an die Hardware sind dabei ziemlich gering: Grundsätzlich reicht schon ein Prozessor der AMD K6- oder Intel Pentium-Klasse mit 166 MHz, wobei ihr meiner Meinung mit einem AMD K6-II oder Intel Pentium II besser beraten seit. Das Herzstück bildet die TV-Karte: Es gibt passende Karten für Kabelfernsehen (DVB-C), Satellitenfernsehen (DVB-S) und für digitales terrestrisches Fernsehen (DVB-T). Zusätzlich wird zwischen so genannten Full Featured- und Low Budget-Karten unterschieden, wobei erstgenannte über einen Hardwaredecoder verfügen und damit erst den Einsatz älterer, leistungsschwächerer Prozessoren ermöglichen. Die Decodierung des DVB-Signals (MPEG 2-Datenstrom) erfolgt hier über den Hardwaredecoder. Bei Low Budget-Karten, d.h. Karten ohne Hardwaredecoder, sind zwingend leistungsfähigere Prozessoren (mindestens 1 GHz) oder Zusatzkarten (wie beispielsweise eine DXR3-Karte) erforderlich, welche dann die Decodierung des DVB-Signals übernehmen. Als ich 2001 angefangen habe, mich mit dem VDR zu beschäftigen, gab es noch keine speziellen Linux-Distributionen. Anfangs kam bei mir SuSE Linux 7.1 und später LinuxFromScratch (kurz: LFS) als Betriebssystem für den VDR zum Einsatz. Zwischenzeitlich verwende ich den c't-VDR - eine von der Computerzeitschrift c't (heise-Verlag) entwickelte, speziell auf den VDR zugeschnittene Distribution. Die Steuerung des VDR erfolgt nicht (wie bei einem PC üblich) mit Tastatur und Maus, sondern über eine Fernbedienung und ein On Screen-Menü ...

Update: Nachdem bei meinem neuen Fernseher bereits ein digitaler Videorecorder integriert ist, der auch HDTV unterstützt, habe ich meinen VDR im September 2012 zurückgebaut. Damit endet zunächst eine über elfjährige Ära der "self made-PVR-Lösungen" ...

 

Hardware:
 
Netzteil: Morex; Mini-ITX; 80 Watt

 

→ Das Netzteil besteht aus einem externen AC-DC-Wandler, der die 230 Volt Wechselspannung auf 12 Volt Gleichstrom transferiert, und einer Platine, die die restlichen vom Mainboard benötigten Spannungen erzeugt.

Mainboard: VIA EPIA 5000
- Prozessor: - VIA Eden ESP 5000 'Samuel 2' mit 533 MHz; passiv gekühlt
- Chipsatz: - VIA Apollo PLE133
- Graphikchip: - Trident Blade 3D
- Netzwerkchip: - VIA VT6103 (Fast Ethernet Adapter)
 

→ Der VIA Eden ESP ist zwar hinsichtlich Rechenleistung nicht mit einem Prozessor von AMD oder Intel vergleichbar, für die Steuerung eines digitalen Videorecorders aber vollkommen ausreichend.

Arbeitsspeicher: 256 MByte SDRAM; Hynix; PC-133
TV-Karte: TechnoTrend DVB-S Rev. 1.3; DVB-S; PCI
Festplatte: Samsung MP0603H; 60 GByte; UDMA-100; 5.400 rpm; 2,5"

 

Software:
 
Betriebssystem: c't-VDR 4.5 (Kernel 2.4.31) - based on Debian GNU/Linux 'Sarge'
VDR: VDR 1.3.37

 

Hier findet ihr Bilder von meinem VideoDiskRecorder ...